Sonntag, 18. Oktober 2015

HSW

Graue Herbsttage sind ideal um vergangene Reisen reiseberichtsmässig aufzuarbeiten - daher gibts nun spät aber doch die Fortsetzung von
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?30,7451270  (Wien - Madrid)
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?30,7457344  (Madrid - Monforte de Lemos - Barcelona - Nuria)
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?30,7458505 (Wanderung über die Pyrenäen)

Nach erfolgreicher Stärkung spazieren wir zur Bahnhaltestelle Thues-Caranca und warten dort auf den Zug nach Villefranche.
Wir wollen zwar eigentlich nach La Tour de Carol, aber wir wollen natürlich die gesamte Strecke abfahren.

Bahnübergang an der mit Stromschiene elektrifizierten Strecke:





Zuerst kommt noch ein Gegenzug nach Font-Romeu Odeillo-Via mit einem der Stadler-GTW vorbei:


Wir haben Glück, unser Zug ist ein alte Garnitur:


Die offenen Wagen sind zwar voll besetzt, aber wir rechnen uns gute Chancen aus, bei der Rückfahrt ab Villefranche uns dann Plätze im offenen Wagen sichern zu können...




Ankunft im Bahnhof Villefranche:




Von hier kann man auf Normalspur nach Perpignan fahren:






Die Fahrplanabstimmung ist teilweise suboptimal. Unser Zug fährt 17h35 ab, um 17h39 kommt der ca. alle 2h fahrende Zug von Perpignan an.
Bei den meisten anderen Zügen passt es schon besser.
Der 17h35-Zug versäumt auch in La Tour de Carol (an 20h38) den Anschluss auf den Nachtzug nach Paris (ab 20h20). Keine Ahnung, was man sich bei diesem Zug gedacht hat...

Wie auch immer, wir bekommen die Wunschplätze und geniessen die Fahrt rauf in die Berge:

Sicherheitshinweise:










Zweimal überquert die Brücke das Tal in grosser Höhe und über beeindruckende Brücken:





Zugkreuzung mit dem GTW in Fontpedrouse St-Thomas:















Die zweite Talquerung:





Irgendwann erreichen wir dann eine Hochebene und es ist mittlerweile auch deutlich kühler geworden. Immerhin erreicht die Bahn hier eine Höhe von knapp 1600m.








Die Fahrt über die Hochebene zieht sich dann doch etwas dahin. Der Streckenverlauf ist nicht grad der direkteste, und deswegen wäre wahrscheinlich auch bei dichterem Angebot und besserem Streckenzustand der mögliche verkehrliche Nutzen abseits des touristischen Verkehrs sehr beschränkt. Umsomehr natürlich bei je nach Saison 2-3 Zugpaaren in diesem Abschnitt.

Irgendwann kommen wir dann in La Tour de Carol an. Da wir in Puigcerda übernachten, hätten wir auch ein paar Kilometer vorher in Bourg-Madame aussteigen können und zu Fuss nach Puigcerda spazieren können.
Aber dann hätten wieder ein paar Streckenkilometer gefehlt, und da wir ja schon von La Tour de Carol nach Puigcerda mangels Zug um diese Uhrzeit mit dem Taxi fahren müssen, wollen wir da keine weitere Streckennetzlücke aufmachen :-)




Interessanterweise steht der Nachtzug nach Paris noch da:





Hier verschwindet er dann:












Wir organisieren uns ein Taxi und überbrücken die Wartezeit noch in dieser ganz netten Gaststätte am Bahnhofsvorplatz:



In Puigcerda übernachten wir in einem einfachen Hotel (Hotel Terminus; http://www.hotelterminus.net/esp/terminus.html) gleich beim Bahnhof, was angesichts der frühen Abfahrt am nächsten Morgen sehr praktisch ist.

Unweit des Bahnhofs finden wir dann noch eine Gaststätte fürs Abendessen sowie - für den fussballinteressierten Teil des Kollektivs - zur Verfolgung irgendeines Champions-League-Fussballspiels mit katalanischer Beteiligung (Barcelona gegen irgendwen).




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Am nächsten Morgen starten wir sehr früh um ~6h50:














In Vic machen wir einen Zwischenstopp zwecks Frühstück und fahren mit dem nächsten Zug weiter (hier gibts ein dicheters Angebot als ab Puigcerda):




Da wir den Tag noch eisenbahnmässig auffüllen wollten, war eine Bereisung weiterer Vorortstrecken im Grossraum Barcelona eingeplant. Wir stiegen also schon in Barcelona Torre del Barro aus und fuhren dann nach Sabadell Centre um dann von Sabadell Rambla nach Barcelona Placa de Catalunya zu fahren. Letztere Strecke hat einige schöne alte Unterwegsbahnhöfe bzw. -haltestellen zu bieten. Leider aus dem Zug schwer fotografierbar.


Umsteigen in Barcelona Torre del Barro:


Barcelona Placa de Catalunya:



Am Bahnhof Barcelona Sants trennt sich dann die Gruppe. Ein Teil düst per AVE nach Madrid und fliegt dann von dort heim.
Ein andere Reisegenosse und ich reisen auf dem Landweg zurück nach Frankfurt bzw.Wien. Wir haben noch ein paar Stunden Zeit für nichteisenbahnaffine Aktiväten in Barcelona.


Am Bahnhof Barcelona Sants:



Barcelona hat aber auch deutlich schönere Architektur zu bieten als den Bahnhof Sants - es lohnt sich durchaus, sich vom Bahnhof zu entfernen:




Las Ramblas:











Ein kurzer Abstecher zum Stadtstrand darf nicht fehlen:





Um 18h35 gehts dann per AVE nach Perpignan und von dort mit dem Nachtzug nach Mulhouse bzw. Strasbourg.

Hier sind wir schon in Perpignan:




Es ist noch Zeit für ein Abendessen am Bahnhofsvorplatz:






Um 21h14 fährt unser Nachtzug ab:












Wir haben für den 6er-Liegewagen günstige Prems-Tickets um 35 EUR pro Person bekommen.
4er-Liegewagen wäre uns deutlich lieber gewesen, aber hätte unverhältnismässig viel mehr gekostet.
Unser Abteil wird aber nicht ganz voll, wir bleiben insgesamt zu viert. Eng ist es halt trotzdem und man merkt halt an Service, Zustand des Wagens etc auch, dass die SNCF insgesamt kein übersteigertes Interesse am Nachtzugverkehr hat.
Soweit ich das mitbekommen habe, fährt dieser Nachtzug 2016 nicht mehr. :-(

Im unserem Wagen waren übrigens auch recht viele Kunden aus Deutschland und der Schweiz, die dann ihr Ziel zB in Basel oder Karlsruhe hatten.


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Am nächsten Morgen steige ich bereist in Mulhouse aus, da ich über Basel - Zürich nach Wien weiterfahre:








Von der weiteren Heimfahrt gibts nur wenig Fotos, die Strecke ab Zürich kenne ich schon recht gut.

Interessant war dann noch der TGV auf Zwischenverwendung uim IC Basel - Zürich...



...sowie ein Abstecher zum neuen Tiefbahnhof in Zürich:







Das wars dann - die Heimfahrt nach Wien verlief ohne besondere Vorkomnisse.



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